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Trauerfall

Ein Mensch ist ihnen gestorben

Wenn ein Todesfall eintritt, bleibt zunächst fast keine Zeit zu begreifen, was eigentlich geschehen ist. So vieles muss bedacht und entschieden werden:

  • Erdbestattung oder Kremation
  • Todesanzeigen
  • Abdankungsfeier
  • Leidmahl
Wo beginnen?

Melden Sie den Todesfall der Gemeindeverwaltung, die Sie über die weiteren Schritte informiert und mit dem Pfarrer Kontakt aufnimmt, um das Datum der Abdankung festzulegen. Sie wählen aus den möglichen Bestattungsarten und Grabformen.

Danach können Sie die Anzeigen drucken lassen.

Das Pfarramt vereinbart mit Ihnen den Termin für das Trauergespräch.

Was geschieht im Abdankungsgottesdienst?
  • Danken für das, was Gott uns mit dieser Person geschenkt hat.
  • Würdigen der Persönlichkeit dieses abgeschlossenen Lebens.
  • Teilen der Trauer mit den Angehörigen, mit dem Dorf.
  • Loslassen hinein in den Frieden Gottes.
  • Ausblicken, den Weg beginnen zurück ins eigene Leben.

Auch in den schwierigen Tagen und Wochen nach einem Todesfall können Sie sich vom Pfarramt seelsorgerisch begleiten lassen, wenn Sie dies wünschen.

Wichtiges zu einem Trauerfall finden Sie auch auf der Seite der Reformierten Kirche des Kantons Zürich.

Im neu gestalteten Friedhof werden zwei Bereiche besonders gewürdigt: die viel heller gewordene Abdankungshalle samt Aufbahrungsraum und das neue Gemeinschaftsgrab zur Kirche hin, gestaltet von der Oetwiler Künstlerin Judith Schröter. Dies soll Anlass geben, grundsätzlicher über die Form nachzudenken, in der wir unsere Angehörigen bestatten und in der wir selbst begraben werden möchten:

Kremation und Erdbestattung auf unserm Friedhof

„Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“
(Psalm 90, Vers 12)

So unbefangen und unverkrampft lädt uns der Psalmist ein, vorausschauend zu denken und zu planen, uns und unsern Angehörigen zuliebe. Dazu gehört auch die Entscheidung über die Bestattungsform: Erdbestattung oder Kremation, Erd-, Urnen- oder Gemeinschaftsgrab.

Bestattungsformen sind Teil unserer Prägung. Sachliches Argumentieren reicht da oft nicht aus, auch die Gefühle melden sich und wollen ernst genommen werden. Sie können tief in unsern Biografien wurzeln, denn um die „richtige“ Bestattungsform wurde noch bis vor wenigen Jahrzehnten heftig gestritten. Ein kurzer Abriss:

Die Feuerbestattung in Europa ist uralt, schon die Griechen und später die Römer verbrannten ihre Toten. Im christlichen geprägten Mittelalter setzte sich dann die Erdbestattung durch im Glauben an die Auferstehung der Toten in der Unversehrtheit des Leibes; wie es auf vielen Kunstwerken dargestellt ist.

AuferstehungAusnahmen bildeten Pestzeiten und natürlich Bestrafungen (Hexenverbrennungen!), Kriege und Völkermorde, wo die Leichname ohne religiöse Bedenken dem Feuer übergeben wurden. Dagegen wandten sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts als erste die Freimaurer, die „der Religion des Kreuzes und der Auferstehung eine Religion der Urne“ entgegensetzen wollten. Die Forderung nach der Kremation entsprang einer aufklärerischen und kirchenkritischen Haltung. Konsequenterweise verbot die katholische Kirche ihren Mitgliedern 1886 den Beitritt zu den aufkommenden Feuerbestattungsvereinen. In den evangelischen Gebieten und v.a. in den wachsenden Städten war die Ausbreitung der Kremation nicht aufzuhalten, und seit 1967 ist sie auch der katholischen Bevölkerung offiziell erlaubt.

Die Gründe dafür sind wohl mehrschichtig: der Glaube an einen Gott, der uns nach dem Tod in einer gewandelten Gestalt empfängt, eine schwindende Verbundenheit mit der Erde und ihren Verwesungsprozessen, die veränderte Mobilität der Familien, auch finanzielle Gründe werden genannt, v.a. in Bezug auf eine Beisetzung im Gemeinschaftsgrab.

Auf dem Oetwiler Friedhof lässt sich dieser Prozess ablesen: erfolgten im Jahr 1988 noch 11 Erd- und 3 Urnenbestattungen, so wurden 2006 3 Verstorbene im Erd- und 10 im Urnengrab beigesetzt. Eine deutliche Zunahme von Urnenbestattungen erfolgte ab 1997 durch die Möglichkeit, bei der Bestattung im Gemeinschaftsgrab den Namen der Verstorbenen auf einer Tafel festzuhalten. Mit dem neuen Gemeinschaftsgrab stehen die Erfahrungen noch aus. Ein besonders schöner Ort im Inneren des Friedhofs, das wirkliche „Asche zu Asche“ durch die Skulptur hindurch ins Erdreich, das tröstliche Plätschern des Wassers und die in Stein gemeisselten Namensschilder auf der Umfassungsmauer – ob und wie es angenommen werden wird, wird sich zeigen.

Um die „richtige“ Bestattungsform wird heute Gottlob nicht mehr gestritten und gerichtet. Jede trägt ihren Sinn in sich, ist möglich und Ausdruck des Lebens und der Werte der betroffenen Familie. Der sorgfältig erneuerte Friedhof und vor allem die liebevoll gepflegten Gräber legen Zeugnis ab von der Liebe und vom Respekt, den unser Dorf seinen Verstorbenen entgegenbringt.

 
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