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Zum Abschied eine Fahrt ins Blaue

Als Dank und Anerkennung für 11 wunderschöne und stets perfekt organisierte Gemeindereisen in unser nördliches Nachbarland wurde unser Pfarrehepaar Adolf und Dorothee Lemke zu einer gemeinsamen Reise, für sie eine Fahrt ins Blaue, eingeladen. Als Initiator und Organisator der zweitägigen Reise wirkte Walter Bretscher. Ihm gebührt grosser Dank der Gemeindeglieder, die auch an den Reisen in den Norden Deutschlands teilgenommen hatten. Es waren Reisen, die dazu beitrugen, die Gemeinschaft und Verbundenheit unter Gleichgesinnten zu stärken und damit das Gemeindeleben zu bereichern.

Bis zur Abfahrt gelang es, das Ziel der Reise geheim zu halten. Erst auf der Fahrt nach Solothurn wurden auch Adolf und Dorothee Lemke ins Programm eingeweiht. Die Überraschung war zur Freude aller gelungen! So konnte man sich bequem zurücklehnen und die Fahrt im modernen Car entspannt geniessen. Da am Auffahrtstag keine LKWs unterwegs waren, wurde Solothurn früher als geplant erreicht. So blieb Zeit für eine willkommene Kaffeepause. Die diensttuende Angestellte im Café-Bistro Vorstadt mag nicht schlecht gestaunt haben, als unverhofft 30 Gäste nach Kaffee und Gipfeli verlangten. Sie liess sich jedenfalls nichts anmerken. Dank spontaner Hilfe von Erika Peter kamen alle zum gewünschten Getränk und selbst die ersehnten Gipfeli wurden kurzfristig aufgebacken!

Gestärkt und nach kurzer Fahrt folgte die kurze Wanderung durch die idyllische Verenaschlucht zur berühmten Einsiedelei mit den zwei Kapellen. Unterwegs wusste Walter Bretscher einiges über das bewegte Leben der Namensgeberin zu erzählen. Mehr über die Heilige Verena, die auch im Wappen der Gemeinde Stäfa erscheint, lesen Sie hier.

Die heilige Verena

Auch die an der Geologie Interessierten kamen nicht zu kurz. Auf anschauliche Weise erläuterte Walter Bretscher die Entstehung der Schlucht, beginnend in der Zeit vor 180 Millionen Jahren, als das Gebiet des späteren Juras noch von einem Meer bedeckt war und ein tropisches Klima herrschte.

Nach dem Rundgang folgte die beschauliche Fahrt auf der Aare nach Biel. An Bord des Motorschiffes Rousseau wurde uns ein einfaches, aber schmackhaftes Mittagsmal serviert. Die Grösse der Portionen erinnerten augenblicklich an die in Norddeutschland aufgetischten! Nach dem Essen lockten Sonne und frische Luft aufs Oberdeck. Hier konnte man die Seele baumeln lassen und sich an der naturbelassenen Uferlandschaft erfreuen. Weise wer beim Packen an den Sonnenschutz gedacht hatte! Vorbei an Altreu mit der berühmten Storchensiedlung und dem mittelalterlichen, historischen Städtchen Büren an der Aare näherten wir uns gegen das Ende der Fahrt der Schleuse in Port. Das Schleusenmanöver liess spontan zur Kamera oder zum Smartphone greifen. Dabei wurde der Ablauf eifrig kommentiert. Nach der Ankunft in Biel blieb noch etwas Zeit für einen Rundgang am See oder eine Einkehr. Danach folgte die Fahrt zum komfortablen H4 Hotel in Solothurn. Den gelungenen Abschluss bildete das gemeinsame Nachtessen im originell, mit vielen Antiquitäten dekorierten «Pintli St. Niklaus» in Feldbrunnen. Küche und Keller vermochten auch hier zu überzeugen, wenn auch der Preis für Weine zu Diskussionen Anlass bot. Krönender Abschluss des ersten Tages war zweifellos ein Besuch der Bar auf der 7. Etage des Hotels mit dem faszinierenden Blick auf die nächtliche Altstadt.

Der zweite Tag hätte nicht besser beginnen können. Das überaus reichhaltige Frühstücksbuffet liess kaum einen Wunsch offen. Gäste mit frühmorgendlichem Appetit hatten hier die Qual der Wahl. Danach galt die Aufmerksamkeit der in den Farben Solothurns gekleideten Stadtführerin. Gespickt mit Humor und kleinen Anekdoten wusste sie auf dem Rundgang durch die Altstadt manches über die Geschichte der Ambassadorenstadt, wie sie auch genannt wird, zu erzählen. Der Name beruht auf dem früheren Sitz der französischen Botschaft (16. – 18. Jahrhundert). Eine besondere Beziehung hat Solothurn zur Zahl Elf, deren Ursprung möglicherweise bis ins Mittelalter zurückreicht. Der Grund für diese Vorliebe liegt allerdings im Dunkeln. Die Bürgerschaft der Stadt war in elf Zünften organisiert und bereits der erste Rat, den die Solothurner stellen durften, zählte elf Mitglieder. Nachdem immer mehr solche 11er-Beziehungen zum Vorschein getreten waren, begannen die Solothurner diese Zahl bewusst zu pflegen. So verfügt das Wahrzeichen der Stadt, die St. Ursenkathedrale, über elf Altäre und elf Glocken. Zu ihr hinauf führt eine Treppe mit jeweils elf Stufen pro Abschnitt.
Die barocke Stadtbefestigung besass vor ihrem Teilabbruch elf Bastionen. Im Weiteren hat die Stadt eine «Solothurner Uhr», die nur elf Stunden zeigt. Eine lokale Brauerei heisst «Öufi Bier» (solothurnisches Schweizerdeutsch für Elf) und produziert ein gleichnamiges Bier. Damit ist die Liste aber noch nicht zu Ende. (Wikipedia).

Ganz besonders beeindruckt waren wohl alle beim Besuch der zwischen 1680 und 1689 erbauten Jesuitenkirche, eines der schönsten Barockbauwerke der Schweiz, und der St. Ursenkathedrale mit der berühmten Pisoni-Freitreppe. An deren Aufgang stehen die Figurenbrunnen von Moses und Gideon. Im Chor der frühklassizistischen Kathedrale aus hellem "Solothurner Marmor" (Jurakalkstein), steht der imposante Hochaltar in Sarkophagform von Carlo Luca Pozzi. Die St. Ursenkathedrale ist Sitz des römisch-katholischen Bistums Basel in der Stadt Solothurn. (Wikipedia).

Ein weiterer Höhepunkt war zweifellos die Fahrt mit der Gondelbahn auf den Hausberg Solothurns, den Weissenstein. Im Restaurant Sennhaus warteten entweder Älplermagronen oder eine währschafte Bergrösti auf uns. Auch hier brauchte niemand hungrig vom Tisch zu gehen. Da war der kurze Aufstieg zum Aussichtspunkt durchaus willkommen. Ein Föhntag wäre jetzt das Tüpfelchen auf dem i gewesen, denn an solchen Tagen muss der Blick auf die Kette der bekannten Viertausender atemberaubend schön sein. So waren Eiger, Mönch und Jungfrau nur schemenhaft auszumachen. Doch die getrübte Fernsicht vermochte die Freude an diesem Ausflug nicht zu schmälern. Dann brachten uns die Gondeln zur Talstation und damit zum Car für die Rückfahrt nach Oetwil am See. Damit gingen zwei wunderschöne und erlebnisreiche Tage zu Ende, Tage, die uns noch lange an das frohe Zusammensein mit Adolf und Dorothee Lemke denken lassen. Ihnen gebührt der Dank für die vielen gemeinsamen Reisen. Möge ihnen der nahende Ruhestand die Zeit für viele weitere unbeschwerte Reisen zu zweit schenken. Zum besonderen Dank verpflichtet sind die Teilnehmenden des Ausfluges Walter Bretscher für die Gestaltung und Organisation dieser denkwürdigen Reise.

 
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