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Teilrevision der Kirchenordnung

Reformierte Kirchenordnung deutlich angenommen



Abstimmung vom 23. September 2018: Die Mitglieder der reformierten Landeskirche haben der Teilrevision der Kirchenordnung mit 76.31%
Ja-Stimmen zugestimmt.


Obwohl sich im Vorfeld ein Nein-Komitee gebildet hatte und einzelne Punkte der Revision umstritten waren, ist das Ergebnis letztlich klar ausgefallen. Der Kirchenrat zeigte sich am Abstimmungssonntag erfreut darüber, dass die Vorlage als ganze zu überzeugen vermochte und die Landeskirche nun über eine zukunftsfähige Rechtsgrundlage verfügt, auf der sich aufbauen lässt.

Bericht der Landeskirche zum Abstimmungsergebnis.

Die Landeskirche revidiert ihre Kirchen-Ordnung

Es gehört zum Wesen einer reformierten Kirchenordnung, dass derselbe Gesetzestext einerseits Grundsatzfragen mit Verfassungs- und Bekenntnischarakter klärt und andererseits gesetzliche Bestimmungen enthält, die das konkrete Leben in der Kirche regeln. Werden in der Kirchenordnung Änderungen vorgenommen, sind sie deshalb für die Kirchenmitglieder in Landeskirche und Kirchgemeinden von grosser Tragweite.

Der Kirchenrat macht Antrag und Bericht zur Teilrevision der Kirchenordnung bereits heute öffentlich. Anlass für die Teilrevision ist einerseits der Prozess KirchGemeindePlus, der den Kirchgemeinden den Weg ebnet, sich zu grösseren Einheiten zusammenzuschliessen und die Kräfte zu bündeln. Die Überarbeitung bietet ausserdem Gelegenheit, einzelne Bestimmung der seit 2010 geltenden Kirchenordnung zu präzisieren, an das übergeordnete Recht anzupassen und allgemein einige neue Regelungen für die Gestaltung des kirchlichen Lebens einzuführen.

Neue Voraussetzungen für grössere Gemeinden

Der Prozess KirchGemeindePlus führt zu grösseren Kirchgemeinden. Er verlangt deshalb auch Änderungen in der Organisation und der Aufgabenteilung in den Kirchgemeinden. Diese Änderungen sollen gewährleisten, dass den Mitarbeitenden und Behördenmitgliedern weiterhin genügend Ressourcen für den Gemeindeaufbau und die inhaltlich-kirchliche Arbeit zur Verfügung stehen. In diesem Zusammenhang sind in der Teilrevision u.a. folgende Bestimmungen vorgesehen:

  • Der Kirchenrat weist den Kirchgemeinden künftig nicht mehr ordentliche Pfarrstellen und Ergänzungspfarrstellen zu. Stattdessen erhält jede Kirchgemeinde aufgrund ihrer Mitgliederzahl ein Gesamtpfarrstellenpensum zugeteilt. In diesem sind für mittlere und grössere Kirchgemeinden Stellenprozente für besondere Projekte und Aufgaben enthalten. Sie erhalten dadurch mehr Gestaltungspielraum, während es bei Kirchgemeinden mit weniger als 2000 Mitgliedern zu Kürzungen kommen dürfte.
  • Die Wohnsitzpflicht für Pfarrpersonen wird gelockert. Flächenmässig grössere Kirchgemeinden lassen die Frage der Wohnsitzpflicht naturgemäss in den Hintergrund treten. Pfarrerinnen und Pfarrer erhalten so ohnehin die Möglichkeit einer Wohnsitzwahl in einem erweiterten Gebiet. Allerdings soll weiterhin mindestens eine Pfarrerin oder ein Pfarrer in einer Pfarrliegenschaft in der Kirchgemeinde wohnen.
  • In grösseren Kirchgemeinden hat sich die Funktion der Kirchgemeindeschreiberin, des Kirchgemeindeschreibers etabliert. Diese Funktion soll mit Blick auf die zunehmende Anzahl grösserer Kirchgemeinden und die damit einhergehende Professionalisierung der Kirchgemeindeverwaltung in der Kirchenordnung zusätzlich aufgeführt werden. Das Kirchgemeindeschreiberamt berechtigt auch zur Teilnahme an den Sitzungen der Kirchenpflege.
  • Grössere Kirchgemeinden können künftig auch Kirchgemeindeparlamente einführen. Auch dieses neue Organ, das zum Bespiel die Kirchgemeinde der Stadt Zürich einführen will, soll in der revidierten Kirchenordnung geregelt werden. Grundsätzlich gelten dafür die Regelungen des Gemeindegesetzes und des Kirchengesetzes.

Trauungen auch ausserhalb der Kirche↵

Die Teilrevision der Kirchenordnung sieht auch Anpassungen bei der Gestaltung von Taufe, Trauung und Abdankung vor. Diese zentralen kirchlichen Handlungen sollen zwar in der Regel weiterhin im Rahmen des Gemeindegottesdienstes in der Kirche gefeiert werden. Es soll aber auch möglich sein, die Taufe in einem anderen Rahmen zu feiern und Trauungen und Abdankungen ausserhalb einer Kirche durchzuführen. Diese Öffnung sei angezeigt, schreibt der Kirchenrat im Bericht, um die Menschen in ihren unterschiedlichen gesellschaftlichen Lebenswelten erreichen zu können. Generell unterstreiche die Teilrevision der Kirchenordnung die Wichtigkeit, «unterschiedliche Formen des kirchlichen Lebens» zu fördern.↵

Kirchgemeinden sollen deshalb entsprechende Initiativen von Mitgliedern unterstützen und dafür Mittel zur Verfügung stellen. Damit soll auch zum Ausdruck gebracht werden, dass Kirche nicht von oben nach unten organisiert ist, sondern jedes einzelne Mitglied die «Basis» ist. Jedes Mitglied soll zugleich frei bleiben in der Entscheidung, ob und wie es sich über sein blosses Mitgliedsein und solidarische Mittragen durch Kirchensteuern hinaus an der kirchlichen Gemeinschaft beteiligen will. «Kein Mitglied muss die Ernsthaftigkeit seines Glaubens über sein blosses Mitgliedsein hinaus beweisen.»↵

Mit Blick darauf soll die Beziehung zu Mitgliedern ohne regelmässige Kontakte gepflegt und gewürdigt werden. Diesem Zweck will etwa das kantonale Mitgliederregister dienen oder auch die Absicht, dass die Zeitung «reformiert.» allen Mitgliedern der Landeskirche zugestellt wird.↵

Die Teilrevision im Volltext und die Sitzungsdaten finden Sie auf http://www.zhref.ch/kirchensynode↵

Mit der Sitzung vom 3. April hat die reformierte Kirchensynode die Beratung der Teilrevision der Kirchenordnung begonnen. Die Kirchenordnung definiert die Grundzüge des kirchlichen Lebens der reformierten Landeskirche und ihrer Kirchgemeinden. Entsprechend engagiert wird um einzelne Artikel gerungen.

Neu erfunden wird die reformierte Landeskirche des Kantons Zürich nicht. Ihre Kirchenordnung, die in ihrer revidierten Form 2010 in Kraft trat und für alle Kirchgemeinden des Kantons massgeblich ist, bleibt in ihren Grundzügen auch künftig bestehen. Die Kirchensynode hat nun aber damit begonnen, in einer Teilrevision einzelne Bestimmungen zu überarbeiten. Notwendig ist eine Teilrevision aus mehreren Gründen: Einerseits erfordert der Prozess KirchGemeindePlus gesetzliche Anpassungen, damit sich Kirchgemeinden zu grösseren Einheiten zusammenzuschliessen und ihre Kräfte besser bündeln können. Andererseits müssen einzelne Bestimmungen an das übergeordnete Recht angepasst werden. Ausserdem soll die Teilrevision auch dazu genutzt werden einige neue Regelungen für die Gestaltung des kirchlichen Lebens einzuführen – beispielsweise bei Taufe, Trauung und Abdankung.

Das Kirchenparlament nutzte die Eintretensdebatte, um die Reformziele grundsätzlich einzuordnen – und je nach Fraktion und Kirchenbild unterschiedlich zu bewerten. Mehrere Synodemitglieder kritisierten dabei, dass die Teilrevision die Anliegen der grossen Gemeinden zu sehr favorisiere und die kleinen stärker unter Druck gerieten. Einzelne Votanten plädierten deshalb dafür, gar nicht erst auf die Vorlage einzutreten. Dem Rückweisungsantrag folgten allerdings nur 11 Synodale. 84 stimmten für Eintreten. Wichtiges Argument, die Teilrevision jetzt zügig anzupacken, war für die meisten Synodalen der in der Stadt Zürich bereits weit fortgeschrittene Reformprozess. Die Teilrevision sieht hierfür einige neue Bestimmungen vor. Dem Zusammenschluss der 32 stadtzürcherischen Kirchgemeinden zu einer Kirchgemeinde hatte die Kirchensynode am 16. Januar dieses Jahres mit grossem Mehr zugestimmt.

Kirchenleben im kleinen und grossen Rahmen

An der Sitzung vom 8. Mai hat die reformierte Kirchensynode einem weiteren Kirchgemeindezusammenschluss zugestimmt und die Beratung der Teilrevision der Kirchenordnung fortgesetzt. Im Fokus dabei: die Wahlmodalitäten von Kirchgemeindeparlamenten und Kirchenpflegen in Grossgemeinden.

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