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Gemeinsames Reformationsfestival

„Past meets Present“ hiess es in Oetwil am See am Freitagabend, 3. November 2017, zur Eröffnung des Reformationsfestivals, das von den sechs Kirchgemeinden des Bezirks, von Meilen bis Hombrechtikon, durchgeführt wurde.

Dirk Sauer (Piano), Dominique Déstraz (Percussion) und die Sängerin Nyssina interpretierten in der stimmungsvoll beleuchteten Kirche Jazz und Soul auf höchstem Niveau. Reizvoll war der Spannungsbogen, unter dem sich alte und moderne Klänge und Texte begegnen, befragen und auch reiben durften; dass es an- und vielleicht auch aufregte, wie sich das für die reformatorische Kirche seit jeher gehört. So lieh die „gnädige Frowe“ Verena Pickart einigen Frauen aus der Zeit der Reformation ihre Stimme mit einer Auswahl an Themen, wie sie damals und wie sie uns bis heute beschäftigen und herausfordern: Frauenrechte, Religion, Liebe.

Die Moderation lag bei Pfarrerin Dorothee Lemke – und auch der Ausklang fand Anklang: bei einem Glas Oetwiler Bier und deftigen Häppchen an der Reform-Bar.

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Das Jubiläumsfestival aus regionaler Sicht
Sechs Kirchgemeinden hatten sich für das Reformationsfestival «Aufstehen» am ersten November-Wochenende zusammengetan. Es sollte Kopf, Herz und Hand ansprechen – etwa beim Thesennageln, Tanzen und Milchsuppe-Essen.

Reformation muss nicht immer kopflastig sein: Eine rauschende Ballnacht feierte im September die Kirche Wädenswil, und ähnlich hatte es am 4. November in Stäfa ausgesehen. Wenn in einer Kirche sechs Organisten aufs Mal spielen, wenn eine Regierungsrätin und ein Regisseur mit einer Pfarrerin diskutieren und wenn unter dem Kirchendach eine rauschende Ballnacht stattfindet – dann ist definitiv nicht reformierter Alltag. Am Reformationsfestival, das vom 3. bis 5. November in sechs Kirchgemeinden am oberen rechten Zürichsee stattfand, war all dies geplant.

«500 Jahre nach Beginn der Reformation fragen wir wieder nach dem Kern und der Vision des christlichen Glaubens», sagt Jacqueline Sonego Mettner, Pfarrerin in Meilen, stellvertretend für ihre Amtskolleginnen und -kollegen in Uetikon, Männedorf, Stäfa, Oetwil am See und Hombrechtikon. Sonego war Initiantin des Reformationsfestivals. Eine Antwort scheinen die sechs Kirchgemeinden gefunden zu haben: «Aufstehen». So lautete der Titel des dreitägigen Festivals.

Auftakt in Oetwil
«Das Einstehen für Menschen am Rand der Gesellschaft, das Aufwachen in einer veränderten Zeit, die Hoffnung auf Auferstehung – das alles steckt drin im ‹Aufstehen›», hiess es im Programm. Eben dieses Programm hatten die Veranstalter breit gestreut. Alle Haushalte, also nicht nur die reformierten in allen sechs Dörfern, haben es zugestellt erhalten. Ein bewusster Entscheid, wie Achim Kuhn, Pfarrer in Männedorf und verantwortlich für die Kommunikation zum Festival, sagte: «Wir wollten alle ein- und niemanden ausschliessen.»

Den Auftakt zum Festival – das nicht zufällig aufs Wochenende des Reformationssonntags gelegt wurde – machte am Freitagabend eine «Sternstunde um fünf» in Oetwil: Soul und Jazz kontrastierten mit Texten von Frauen der Reformationszeit. Das entsprach dem Konzept, dass jede Kirchgemeinde eine grosse Teilveranstaltung organisiert. «Oetwil am See soll als kleinste der sechs Kirchgemeinden nicht untergehen und setzt deshalb den Anfangspunkt», sagte Pfarrer Achim Kuhn.

Premiere an der Orgel
Weiter ging es am Samstag mit einem prominent besetzten Podium in Meilen. Unter anderen beteiligte sich die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) an der Diskussion zum Thema «Aufstehen und Einstehen – wofür?». Der Samstagnachmittag stand in Uetikon im Zeichen von Wort und Klang, mit «markigen Worten aus der Reformationszeit», und in Meilen war es das erwähnte Orgelkonzert zu zwölf Händen und zwölf Füssen. «Ich wüsste nicht, dass es so etwas im Bezirk schon mal gegeben hat», sagte Kuhn lachend.

Am Samstagabend hiess es dann in Stäfa: «Der erlöste Mensch tanzt». Wer am Reformationsball eine besonders gute Figur abgeben wollte, hatte sogar die Möglichkeit, im Vorfeld einen Tanzkurs zu besuchen. Ernster, oder zumindest theologischer, wurde es am Sonntag beim grossen Festgottesdienst in Männedorf. Die Predigt hielt die dortige Pfarrerin Marjoline Roth; in der Liturgie wirkte je eine Pfarrperson aus den übrigen fünf Gemeinden mit. Und, wie Achim Kuhn hervorhob, der katholische Stephans-Chor. «So ist auch der Gedanke der Ökumene präsent.»

Marktleben wie anno 1517
Noch vor dem Gottesdienst ertönten Hammerschläge. In Anlehnung an Martin Luther wurden dazu entwickelte Thesen aus allen sechs Kirchgemeinden angeschlagen. «Was die Leute anspricht, können sie bekräftigen, indem sie bei der entsprechenden These einen Nagel einschlagen», erklärte Kuhn.

Bei der Menüwahl zur Stärkung nach dem Gottesdienst stand die Zürcher Reformation Pate: Am Leueplatz gab es Kappeler Milchsuppe. Historisch unterhaltsam wurde es auch am Sonntagnachmittag, als ein Markt wie anno 1517 betrieben wurde. Dieser Anlass war besonders für Familien und Jugendliche gedacht. Die Vorbereitung lag, erklärte Achim Kuhn, in den Händen der Hombrechtiker. Man habe sich aber für Männedorf als zentraler gelegenen Durchführungsort entschieden. Nach seinem persönlichen Highlight im Programm befragt, sagte Pfarrer Achim Kuhn: «Dass alle so engagiert für etwas Gemeinsames am Werk sind.»

Kernbotschaften 500 Jahre Reformation von Matthias Zeindler

Kernbotschaften 500 Jahre Reformation
 
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